AUGENBLICKE IM KREIS DER FAMILIE
Anfang April haben uns unsere Familien in der Gemeinschaft besucht. Für uns war das wirklich etwas ganz Besonderes.Am Samstag am frühen Nachmittag sind langsam alle eingetroffen und wir haben dann gemeinsam mit einer Katechese von Georg in der Kapelle begonnen wo er über den konkreten Glauben sprach – darüber, was es heißt, Christ zu sein und den Glauben im Alltag zu leben. Es war nicht nur Theorie, sondern sehr lebendig und aus seinem eigenen Leben erzählt – besonders aus seiner Zeit mit Mutter Elvira.
Wir haben im Vorfeld vieles vorbereitet, vor allem im Haus und im Garten, und natürlich auch das Essen, weil es uns einfach wichtig war, dass sich unsere Familien willkommen fühlen. Dabei durfte Selbstgemachtes natürlich nicht fehlen, zum Beispiel Apfelstrudel und Kekse, die wir mit viel Liebe zubereitet haben.
Wir hatten viel Zeit füreinander und diese nutzten wir für Gespräche, Spaziergänge oder saßen einfach zusammen. Es ist nicht immer leicht, über alles zu sprechen – besonders über Fehler oder schwierige Situationen. Genau diese ehrlichen Momente tun uns mit unseren Familien jedoch sehr gut.
Am Abend hatten wir eine eucharistische Anbetung, die wirklich besonders war. Mit schöner Musik und vielen Intentionen ist eine tiefe Atmosphäre entstanden, in der man die Nähe Gottes, wie eine feste Umarmung spürte.
Am Sonntag sind wir wieder zusammengekommen. Besonders berührend waren die Zeugnisse von Onkel Gil der uns von seinen gesundheitlichen Herausforderungen erzählte und Julian hat von seiner Schwester berichtet, die nach einem schweren Unfall auf dem Weg der Besserung ist. Dabei wurde auch deutlich, wie viel das Gebet in dieser Situation geholfen hat und auch wirken konnte.
In diesen Tagen wurden auch traditionelle Lieder in verschiedenen Sprachen gesungen und sechs Burschen haben sogar einen Schuhplattler einstudiert und ihn unseren Eltern vorgeführt.
Anschließend haben wir gemeinsam die Heilige Messe zum Palmsonntag gefeiert. Die Prozession war dabei ein schöner und passender Teil der Feier. In der Predigt ging es darum, dass Jesus jedem Leid einen Sinn geben kann – etwas, das wir auch in unserem eigenen Leben immer wieder erfahren.
Nach dem Mittagessen ist das das Wochenende langsam zu Ende gegangen. Es war schön, unsere Familien da zu haben und diese Zeit miteinander zu teilen. Zu wissen, dass uns unsere Familien begleiten, gibt uns die Kraft, unseren oft herausfordernden Weg weiterzugehen.
ZEUGNISSE
Rok
Dieses Treffen mit den Familien war für mich wie ein Geschenk Gottes und hat mir neue Hoffnung gegeben – für mich, meine Familie und auch für die anderen Jungs. Vieles, was daraus entstanden ist, fühlt sich an wie ein Licht, das vor einem Jahr kaum sichtbar war und jetzt hell leuchtet und uns wieder Vertrauen und Glauben schenkt. Die Freude und Erfüllung, die ich gespürt habe, kann ich kaum in Worte fassen – ich kann nur Gott danken, der selbst das Unmögliche möglich macht.
Valentin
Ich bin seit drei Monaten in der Gemeinschaft, und nach dieser Zeit war es wunderschön, meine Familie zum ersten Mal wiederzusehen – aber auch ein wenig stressig wegen der Dinge, die ich früher falsch gemacht habe. Wir hatten schöne Gespräche, und ich habe wirklich gemerkt, wie meine Familie nach mehreren Jahren wieder glücklich ist. Das Familientreffen war sehr schön für mich, und ich bin Gott und der Gemeinschaft wirklich dankbar. Ich konnte dadurch viel Energie auftanken, um meinen Weg weiterzugehen, und es ist ein Wunder, wie man in so kurzer Zeit so vieles verändern kann.
Emanuele
Dieses erste Treffen mit der Familie war für mich grundlegend, um die Wichtigkeit der Geduld in meinem Leben zu verstehen und einen konkreten Weg der Veränderung zu gehen. Vor diesem Gespräch war ich in einer großen Krise, aber dank der Hilfe meiner Brüder und meiner Eltern habe ich erkannt, dass ich in diesem Prozess der Erneuerung nicht allein bin. Ich habe erkannt, dass ich nur wachsen kann, wenn ich mich mit offenem Herzen und ohne Angst der Gemeinschaft anvertraue und den Mut finde, über meine Gefühle zu sprechen.
Daniel
Für mich war es ein sehr bewegendes und emotionales Erlebnis, meine Familie nach zwölf Jahren zum ersten Mal mit klarem Kopf zu treffen. Die Zeit war sehr schön, jedoch auch ein wenig schmerzhaft aufgrund vergangener Erlebnisse. Meinen Bruder voller Freude in die Arme zu schließen, gab mir neue Kraft. Zu sehen, wie erleichtert und glücklich meine Mutter und meine Schwester waren, ließ mir die Tränen in die Augen steigen. Zum ersten Mal seit langer Zeit spürte ich, dass wir gemeinsam auf einem Weg der Vergebung und des Friedens sind, und es erfüllte mich mit Wärme und tiefer Verbundenheit. Ich bin sehr dankbar für dieses Treffen – danke meiner Familie, der Gemeinschaft und Gott.














